Timetable

Aside

Wie letztes Jahr gilt: besser spät als nie! Hier also der Timetable für den morgigen „Ersten Mai“ in der Steingrube. Los geht es um 12:00 Uhr.

Das war letztes Jahr….. (1. Mai Hildesheim)

Nur noch 5 Tage bis zum 1. Mai!
Unter der Losung „Solidarisch. Kämpferisch. Feministisch.“ haben wir ne ganze Menge geplant. Stay tuned!
Um die Wartezeit zu verkürzen, haben wir ein kleines Schmankerl vom letzten Jahr für euch:

Internationaler Tag der Arbeiter*innen

1 Mai! Solidarisch, Kämpferisch, Feministisch

Am 1. Mai 2018 veranstalten wir, das Antifaschistische Netzwerk Hildesheim, erneut ein Fest unter der Losung 1. Mai! Solidarisch, Kämpferisch, Feministisch ab 11.30 Uhr in der Steingrube in Hildesheim. Davor rufen wir dazu auf, den internationalistischen Block auf der DGB Demonstration um 11:00 Uhr am Hauptbahnhof zu unterstützen.

Wir haben uns dazu entschieden, wieder ein eigenes Fest zu veranstalten. Damit tragen wir dazu bei, dass der 1. Mai nicht auf reformistische Forderungen, wie die nach minimalen Lohnerhöhungen, geringen Arbeitszeitverkürzungen und Einmalzahlungen, beschränkt bleibt. Stattdessen wollen wir das große Ganze ins Visier nehmen. Wir wollen nicht nur die Krümel vom Kuchen, sondern alle Bäckereien für Alle und Jede*n!

Uns ist es wichtig eine radikale Kritik an Kapitalismus und Patriarchat sowie das Bedürfnis nach einem solidarischen Miteinander in den Mittelpunkt zu stellen.

Der 1. Mai ist als Tag des Kampfes gegen Armut, Klassismus, Unterdrückung und Ausbeutung zu sehen. Viele Gewerkschaften, die eigentlich die Interessen der Arbeiter*innen vertreten sollten, haben sich in der neoliberalen Marktwirtschaft zu einem Zahnrad im Getriebe des Kapitalismus entwickelt. Leiharbeit, prekäre Jobs, unbezahlte Überstunden, Verwertungslogik, Konkurrenz, ein Großteil der Gewerkschaften geht diese Missstände nicht entschlossen an, sondern beschränkt sich zunehmend auf Tarifkämpfe und lässt somit den Ausbeutungsmechanismen des Kapitalismus freien Lauf. Wir solidarisieren uns mit allen Gewerkschaften, Betriebsräten und Arbeiter*innen, die diese Zustände nicht nur ertragbar machen, sondern sie Überwinden wollen.

Wir sehen den Ausweg nicht in Lohnerhöhungen oder Reformen, sondern in der Überwindung des kapitalistischen Systems und der Befreiung aller Menschen aus ihrer Unterdrückung. Dazu gehört nicht nur die Abschaffung des Kapitalismus. Wir sprechen uns ebenso gegen Rollenzuschreibungen und Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts sowie die Zuordnung von Menschen in eine vermeintlich naturgegebene Zweigeschlechtlichkeit aus. Außerdem bekämpfen wir rassistische Strukturen, die sich nicht nur in Grenzen und Stacheldrähten zeigen, sondern auch in alltäglicher Diskriminierung und einer immer menschenfeindlicheren Asylpolitik äußern. Wir haben das Ziel, dass alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Hautfarbe ein selbstbestimmtes und gutes Leben führen können.

Wir wollen fortfahren, was wir letztes Jahr mit unserem Fest Internationaler Tag der Arbeiter*innen begonnen haben: Der 1. Mai ist ein politischer Tag des Kampfes für ein anderes Leben. So wollen wir ihn auch feiern, kämpferisch, solidarisch und feministisch.

Neben unseren Forderungen auf der Straße gibt es ein (inter-)kulturelles Programm mit Musik, Workshops, Infoständen, Vorträgen und leckerem internationalen Essen.

Weitere Informationen zum genauen Ablauf und den Inhalten folgen in den kommenden Wochen. Bleibt also gespannt!
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Bizler Antifaschistisches Netzwerk Hildesheim, 1 Mayıs vesilesiyle Steingrube’de „1 Mayıs! Dayanışma, Mücadele, Feminizm” şiarıyla işçi bayramını kutlamak istiyoruz. Herkesi 1 Mayıs günü, DGB-Hildesheim’in saat 11:00,da Tren istasyonu önünde başlayacak olan yürüyüşünde, Entarnasyonal Blokta yer almaya çağırıyoruz! Sokaktaki Taleplerimizin yanı sıra, Steingrube Hildesheim’de kültürlerarası Müzik-Programı, Atölye çalışmaları, Bilgi standları, Seminerler ve Enternasyonal yemekler var. Çocuklarında oynayabileceği çeşitli oyunlarda olacak. Daha fazla bilgi için İnternet-Sayfamızı ziyaret edebilirsiniz.
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Ji hemu mirovatîye pêşverû re
Em bi navê „Antifaschistisches Netzwerk“ li Hildesheim` ê Steingrube cejna yek gûlan bi dîroşma “hevkarî, tekoşîn û femînîzm” pîroz dikin. Bang a me ji hemu kesên pêşverû re ku yekê gûlanê seat li 11:00 an li istesyon a trênê di meşa me a bloka internasyonalist de cihe xwe bigirin û li kolan an bang u daxwazîyen xwe bi gîrin. Dawî ya meşê li Steingrube şahî ya me despê dike. Di şahî yê de ji gelek çandên navnetewî komên muzîk´ ê, stand ên xebat a kedkaran û ên înformasyonan hene. Herwiha kurte semînar u cur be cur xwarin ên gelêrî wê di xizmeta we de bin. Bê goman zarok jî ne hatine ji bîrkirin, gelek platformên lîstik an wê ji zarokan re xizmet bike. Hûn dikarin di rupel a mê a înternetê de agotîyên berfirehtir jî bişopînin. Silav u rêz.

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بمناسبة الاول من شهر ماياو لسنة 2018 ننظم نحن شبكة المناهضين للفاشية بمدينة هلدسهايم
تحت شعار الاول من ماياو الكفاح التضامني النساوي او ذلك ف ي ا ل م كا ن او ا ل ع ن اوا ن ا ل تا ل يي ن in der Steingrube in Hildesheim
او نحن نداوعاوا لذلك للتضامن مع التظاهرة الداولية
(Internationalistischen Block der DGB-Demonstration )
Hildesheim Hauptbahnhof ستكاون النلقاة في تمام الساعة 11 من امام
او بجانب التظاهر في اللراات لدينا بعض البرامج الثقافية المختلفة منها الماوسيقى الي جانب
اورش عمل او معلاومات اومحاضرات بالضافة الي تقديم بعض الماكاولت العالمية المختلفة
اللذيذة
اوايضا تاوجد لقلفال اماكن لقلعاب المثيرة او المسلية
لمزيد من المعلاومات يمكنكم زيارة ص فحتنا العامة في ماواعنا اللكتراوني

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بمناسبت اول می ۲۰۱۸ ما به عنوان شبکه ضد فاشیست سازماندهی میکنیم
یک جشنواری را در هلدسهایم تحت شعاری اول می !همبستکی ، مبارزه ،
همجنسګرائ در هلدسهایم
in der Steingrube in Hildesheim.
ما از شما میخواهم که ما را در تظاهرات که ساعت ده در
Hauptbahnhof
.صورت میګیردحمایت کنید
بر عووه مطالبات ما در جاده ها
پر وګرام های فرهنګی با موزیک ، اطوعات ، غذائ ترکی و کوردی
برای اطفال اسباب بازی در نظر ګرفته شده
.شما می توانید از صفحه انترنت ما اطوعات بدست بیاورید

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A l’occasion du 1er mai 2018, nous organisons
Réseau anti-fasciste Hildesheim un festival sous
la devise „1. Mai! Solidaire, Combatif,
Féministe“ dans le Steingrube à Hildesheim.
Nous appelons, avant l’internationaliste
Bloc de la manifestation DGB à 11h00
pour soutenir la station centrale.
En plus de nos demandes dans la rue, il y a
le Steingrube un programme (inter) culturel avec
Musique, ateliers, pavillon d’information, conférences et
Délicieuse nourriture internationale.
Même les enfants peuvent profiter des Offres de jeux.
Vous pouvez trouver toutes les informations supplémentaires sur notre page d’accueil.

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No Pasarán Festival

¡No pasarán! Unter der Losung der Internationalist*innen im antifaschistischen Kampf während des spanischen Bürgerkriegs, wollen wir mit euch ein Festival in Hildesheim feiern! Damals wie heute ist es richtig und wichtig dem Faschismus, Patriarchat, Kapitalismus und so vielem mehr entgegen zu treten und dabei selbst in Theorie und Praxis revolutionäre Perspektiven zu erschaffen.

Am Freitag, den 13.10. erwarten euch ab 16 Uhr in der KuFa neben Vorträgen, Workshops und leckerem Essen, natürlich auch jede Menge gute live Musik. Von Folklore über Rap bis Punk haben wir für jede*n was dabei.

Für weitere Infos bitte in die Rubrik „No Pasaran Festival“ klicken.
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No Pasaran! Bimre Faşizm.
Bi şiara di dema li Îspanya di şerê navxweyîde şoreşgerên enternasyonalîst en kû li hember faşîzmê bi rûmet li berxwe didan, em dixwazin di pey rêka wan da bi hevra festivalekê pîroz bikin.
Mîna wek doh û îro hebû, li hember faşîzmê, erka serdestîya mêr, kapîtalîzmê û bi her awayê
Kevnarîyê re tekoşîn kirin rastê û pêwîste. Di nav teorî û pratîkt girînge perspektîven şoreşgerî were afirandin.
Di dema 13.10.2017 de li cem „Kufa Hildesheim“ roja înê ji seat 16:00 şûnde, bi semîner, xebatên dezgeyan, bi xwarinên lezîz û zêde, ji folk-musîk, musîka hîp-hop û punk-rock bigire ji bo hemû kesan bernameyek li benda weye.
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No Pasaran! Şiarıyla ispanya içsavaşı döneminde faşizme karşı mücadele eden enternasyonalist devrimcilerin onurlu mücadelesi ışığında sizlerle birlikte bir festival kutlamak istiyoruz.
Dün ve bugün olduğu gibi, faşizme, erkek egemenliğine, kapitalizme ve her türden gericiliğe karşı mücadele etmek önemli ve doğrudur. Teori ve pratik içerisinde devrimci perspektifler yaratmak kaçınılmazdır.
13.10.2017 tarihinde Cuma günü sizleri „Kufa Hildesheimde“ saat 16:00 dan sonra, seminerler, atölye çalışmaları, lezzetli yemekler ve bol miktarda folk-müzik, hip-hop ve punk-rock müziğine kadar herkese yönelik bir program beklemektedir.

Starkes Zeichen für Antirassistischen Feminismus

Am Sonntag, den 13.März, versammelten sich etwa 200 Menschen am Hildesheimer Hauptbahnhof um an der Demonstration „Unser Feminismus bleibt antirassistisch“ teilzunehmen. Leider wurde eine Gruppe von etwa 30 Leuten, die aus Hannover zur Demo kommen wollten von der Polizei wegen fadenscheinigen Gründen noch am Bahnsteig aufgehalten. Dennoch setzte sich der  Demozug nach einigen Redebeiträgen in Bewegung um durch die Innenstadt zum Marktplatz zu laufen, wo sich der Grund für die Demonstration fand. Hier versammelten sich lediglich 100 sogenannte besorgte BürgerInnen um „Für mehr Sicherheit für Frauen und Kinder“ einzustehen. Der Tenor der Kundgebung am Marktplatz war mit rassistischen Ressentiments unterlegt. So phantasierten sich die RednerInnen der Kundgebung einen Anstieg der Vergewaltigungen und Übergriffe seit Anfang der vermeidlichen „Flüchtlingskrise“ herbei. Auch eine Personengruppe von etwa 30 Neonazis aus dem Umfeld von „Die Rechte“ und „Aktionsgruppe Hannover“ applaudierten dort zu Forderungen wie „Grenzen Hoch“.

Bei der Gegendemo wurde dem konsequent widersprochen. Die Leute auf dem Marktplatz würden  das Problem der sexualisierten Gewalt gegen Frauen auf die geflüchteten Menschen verschieben. Die Feministin Erna T. Sagt im Laufe der Demo: „Ich verspüre nicht das Bedürfnis von weißen nationalistischen Männern beschützt zu werden. Wenn Nachts rechte Bürgerwehren patrouillieren, wiege ich mich sicherlich nicht in Sicherheit.“ Auch das Aktionsnetzwerk gegen Rassismus Hildesheim unterstreicht diese These und belegt sie mit Verweis auf die kürzlich vorgestellte Kriminalitätsstatistik (Verweis Hiaz vom 26.02.2016). Die Veranstaltungsleitung zieht ein positives Fazit: „Ich bin beeindruckt wie viele Menschen sich so kurzfristig versammelt haben. Ein breites Bündnis aus Gruppen, Initiativen und Institutionen haben die Demo unterstützt, weshalb sie ein buntes Bild präsentierte. Wir haben ein starkes Gegengewicht zur rassistischen Veranstaltung gegeben und gezeigt, dass in Hildesheim kein Platz für Hetze, Lügen und Vorurteile ist. Es ist aber auch skandalös, dass Menschen ohne Begründungen von der Anreise zu einer angemeldeten, friedlichen Versammlung abgehalten wurden.“

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Pressemitteilung: Unser Feminismus bleibt antirassistisch!

Am Sonntag den 13. März treffen wir uns um 14.00 Uhr in Hildesheim auf dem Bahnhofsvorplatz: Unser Ziel ist es ein starkes Zeichen für aktuelle Feminismen zu setzen. Deutlich grenzen wir uns dabei von der rassistischen Hetze sogenannter „besorgter Bürger_innen“ ab, die die Geschichte des Kampfes um gleiche Rechte nicht erst seit den Vorfällen in Köln benutzen um ihre Propaganda zu verbreiten.

Wir begrüßen alle Engagierten, die sich tatsächlich „für mehr Sicherheit“ auch von nicht-weißen / nicht-deutschen Frauen* und Kindern einsetzen. Dazu ist es grundlegend die Fakten zu kennen: Das Bild des unbekannten Vergewaltigers ist ein billiges Klischee. Vergewaltigungen und sexualisierte Übergriffe geschehen fast ausschließlich innerhalb der Familie, im Bekanntenkreis und am Arbeitsplatz. Sexistische Strukturen und alltägliche Gewalt gegen Frauen war noch nie ein „eingewandertes“ Problem! Es gilt weiterhin den sexistischen Normalzustand zu bekämpfen, denn 96% aller der Täter_innen sind Männer – Ein geringer Prozentteil davon Migranten.

Diese „besorgten Bürger_innen“, deren Frauenbild die der Mutter und Hausfrau ist, reduzieren die Überlebenden der Angriffe zu Opfern, stilisieren sie zu Ikonen einer anti-feministischen Bewegung und treten die Kämpfe aller nicht-weißen und nicht-deutschen Frauen mit den Füßen. Rassismus darf nicht die Antwort sein! – (Pro)Feministischer Widerstand hetzt nicht gegen Geflüchtete, da er die Verwebung der Machtstrukturen erkennt. Keine Frau*, egal welcher Herkunft ist der zu schützende Besitz der weißen, nationalistischen Männer. Kein Mensch braucht eine selbsternannte Bürgerwehr, die Angst und Schrecken verbreiten will. Wir wehren uns selbst – und begrüßen informierte Unterstützung!

Wie auch kürzlich nach Angaben der Hildesheimer Kripo-Chefin Birgit Thieme in der HiAZ zu lesen, ist die Zahl der in Hildesheim erfassten Gewaltdelikte gegen Frauen von 2014 auf 2015 gesunken. Wir lassen nicht zu, dass mit plumpen Argumentationen und Vorurteilen gegenüber Geflüchteten, fernab von Fakten und Realität, die Situation für uns, geflüchtete wie nicht-geflüchtete Frauen, verschärft wird und wir als Ausrede dafür herhalten sollen, dass der Mob seine Lügen auf unseren Schultern verbreitet. Wir werden nicht der Nährboden für neue 1933er-Zustände sein: Wehret den Anfängen! Setzt euch auseinander und redet mit den Menschen, die hierher gekommen sind.

Daher fordern wir eine reflektierte Debatte über rassistische, sexistische und kapitalistische Unterdrückungsstrukturen – inklusive einer umfassenden Diskussion zum weiterhin etablierten Alltag sexualisierter Gewalt.  Wir stehen ein für einen antirassistischen Feminismus, der alle Menschen mit einschließt.

Unser Feminismus bleibt Antirassistisch

Demo 13. März 2016
14.00 Uhr – Hildesheim Hbf

Plakat-fbDemo13-03-2016

Am 13. März wollen besorgte Bürger_innen „für mehr Sicherheit“ auf dem Hildesheimer Marktplatz demonstrieren. Sie fantasieren einen Anstieg von Gewalttaten gegen Frauen seit Beginn der „Flüchtlingskrise“ herbei.
Kein Wunder, dass sich die neonazistische Partei „die Rechte Hildesheim“ und Initiator_innen der rechten Hildesheimer Bürgerwehr ebenfalls angekündigt haben. Kreise, die sonst gegen „Gender-Mainstreaming“ wettern, nutzen die Vorfälle in Köln, um das Problem des Sexismus auf „die Fremden“ zu verschieben.
Das Bild des unbekannten Vergewaltigers ist ein billiges Klischee. Vergewaltigungen und sexualisierte Übergriffe geschehen häufig innerhalb der Familie und dem Bekanntenkreis. Auch der sogenannte „Schutz unserer Frauen“ drängt Frauen nur in die Opferrolle und spricht ihnen den Subjektstatus ab, indem es Frauen auf den zu schützenden Besitz des weißen Mannes reduziert. Das ist patriarchaler und rassistischer Bullshit vom Feinsten!

Sexismus ist nicht eingewandert, sondern hier immer schon ein Problem. Ihm gilt es einen antirassistischen Feminismus entgegenzusetzen!

Deswegen am 13.03. gemeinsam mit uns auf die Straße gehen!

 

Unterstützer_innenliste:

– Linke Initiative Hildesheim
– SDS Hildesheim
– Linksjugend [’solid] Hildesheim
– Kurdisches Volkshaus
– TiRiHi
– Aktionsnetzwerk gegen Rassismus
– Infoladen Hildesheim
– Stern-Kebap Hildesheim
– Hi_queer
– Brückenstübchen Hildesheim
– AStA Uni Hildesheim
– AStA HAWK Hildesheim – Holzminden – Göttingen

Redebeiträge zur Demo in Algermissen

Hier findet ihr die einzelnen Redebeiträge nochmal zum nachlesen:

Linksjugend [´solid], Hildesheim:
151107 Redebeiträge-Algermissen-01

Aktivist aus Leer, Ostfriesland:
151107 Redebeiträge-Algermissen-02

Tierrechtsinitiative Hildesheim:
151107 Redebeiträge-Algermissen-03

SDS Hildesheim:
151107 Redebeiträge-Algermissen-04

AStA Uni Hildesheim:
151107 Redebeiträge-Algermissen-05

Linke Initiative Hildesheim:
151107 Redebeiträge-Algermissen-06

Gespaltener Protest gegen Rechts in Algermissen

Infovorträge in Hildesheim, Wunstorf, Braunschweig, Hannover und Hameln / CDU- Bürgermeister treibt Keil in Protest gegen Rechts

Anlässlich der Demonstration am 07. November 2015 in Algermissen fand am gestrigen Abend in Hameln ein gut besuchter Infovortrag über die Nazistrukturen des Hildesheimer Umlandes statt. Dies war die letzte Veranstaltung nach einer Reihe von Infovorträgen in Wunstorf, Braunschweig, Hannover und Hildesheim. Der Fokus wurde hierbei auf den Kreisverband „Die Rechte“ Hildesheim gelegt. Dieser Kreisverband besteht seit einem Jahr und ist in dieser Zeit mit verschiedenen Aktionen in Hildesheim und Umland aufgefallen. Beispielsweise durch eine schlecht besuchte Demonstration unter dem Motto: „Gegen die Überfremdung des Deutschen Volkes“ im März 2015 in der Hildesheimer Nordstadt. Hierauf wurde mit lautstarkem, bunten und vielfältigem Gegenprotest reagiert. Die Besucher hatten auf den Veranstaltungen die Möglichkeit, Einblicke in die Nazistrukturen und ihr verzerrtes Weltbild in der Region Hildesheim zu erlangen und sich über die Demonstration zu informieren.

Das Aktionsnetzwerk gegen Rassismus hat sich im Vorfeld gegründet, um am 07. November 2015 eine Demonstration in Algermissen durchzuführen. Damit möchte das Aktionsnetzwerk ein Jahr nach der Gründung von „Die Rechte“ auf die Nazistrukturen in der Region aufmerksam machen und seinen Protest dagegen äußern.

Der Anlass der Demonstration ist nicht wie von Algermissens Bürgermeister Moegerle dargestellt, das Image der Gemeinde zu schädigen. Stattdessen sollen dadurch Nazistrukturen in der Region benannt werden um sie in einen gesellschaftlichen Diskurs zu bringen.

Unser Ziel ist es dabei nicht, den Protest gegen Rechts zu spalten oder eine bestimmte Protestform zu diskreditieren, sondern vielmehr den Nazistrukturen in der Region etwas entgegen zu setzen, um ihr verdrehtes Weltbild nicht gesellschaftsfähig werden zu lassen.

Bürgermeister Moegerle zeigt sowohl in dem Gespräch mit uns als auch im Artikel vom 28.10.15 in der HiAZ auf, dass Algermissen weltoffen ist und für „Demokratie und Toleranz“ einsteht. Dieses stellen wir auch nicht in Abrede und begrüßen es. Für uns ist es aber befremdlich, an Stelle der Darstellung des Ortes Algermissen durch die Neonazis zu kritisieren, den Protest gegen Rechts zu spalten und unsere Protestform zu diskreditieren.

Ein Protest gegen Rechts sollte aus vielfältigen und engagierten Aktionen und Formen bestehen. Daher begrüßen wir die Veranstaltung der Gemeinde von Algermissen um 11.00 Uhr vor dem Rathaus.

Für die Zukunft wünschen wir uns aber konstruktive Kritik an unseren Aktionen und Vorhaben.

Das Festbeißen an einzelnen Textpassagen unserer Veröffentlichungen erachten wir dabei nicht als besonders förderlich. Als zielführender betrachten wir das solidarische, anerkennende nebeneinander Bestehen der verschiedenen Protestformen. Dadurch wird der Gesamtprotest gestärkt und umfangreicher. Dieser Effekt wird aber durch eine Spaltung erheblich gemindert und erschwert dadurch die Vermittlung der Botschaft des Protestes.

Daher fordern wir alle Menschen auf, nach dem Besuch der Gemeindeveranstaltung und einem ausgewogenen Mittagessen mit uns gemeinsam um 15.00 Uhr am Bahnhof ein Zeichen gegen die Nazistrukturen in der Region Hildesheim zu setzen.

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Hildesheim zur Teilnahme an Veranstaltungen in Algermissen am 7. November 2015

Vor einem Jahr hat sich der Kreisverband Hildesheim der Partei „Die Rechte“ gegründet, angeblich in Algermissen. Die Fb-Seite des Kreisverbandes lässt den Eindruck entstehen, sie agiere aus Algermissen heraus. Ein Beleg dafür liegt nicht vor.

Neben verschiedenen Aktionen und Kundgebungen im letzten Jahr fiel diese Partei durch die Organisation einer Demo in der Hildesheimer Nordstadt auf. Sie demonstrierten gegen eine herbei fantasierte „Überfremdung Deutschlands“.

Ihnen entgegen stellten sich über 2000 Menschen in einer vielfältigen, bunten und lautstarken Demo und signalisierten dadurch, dass in Hildesheim für Neonazis kein Platz ist.

Im Verfassungsschutzbericht 2014 werden sie als eine der aktivsten und aktionsorientiertesten Gruppen in Niedersachsen vermerkt. Somit erachten wir weiteren Protest als sinnvoll und notwendig.

Daher rufen wir alle Bürger*innen in Stadt und Landkreis Hildesheim auf, an den Veranstaltungen „Algermissen ist bunt!“ (ab 11.00 Uhr vor dem Rathaus in Algermissen) und „Den Nazis den Geburtstag vermiesen“ (ab 15.00 Uhr am Bahnhof in Algermissen) teilzunehmen und gemeinsam mit der Algermissener Bevölkerung ein buntes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu setzen.

Algermissen bleibt bunt!